Dienstag, 25. Juni 2013
wind
...ich liege auf dem boden. habe das gefühl, dass ich merke wie sich die erde unter mir dreht. als gehöre ich nicht auf diese welt. wie ein aussenstehender. ich berühre meine wange. meine hände sind voller schmutz. meine kleider sind zerissen und voller erde. ich schaue auf in den himmel der von den baumkuppeln verdeckt wird. ich weiß nicht wo ich bin. niemand weiß es. weißt du noch wer ich bin? oder wer ich einmal war? du kennst mich nicht. ich verspüre, während ich mich verliere, dass gefühl von hass und unrecht. als wäre alles zuspät. kein zurück. ich reiche die hand doch es reicht nicht mehr. als ich sie das letzte mal reichte, zog sie mich in die tiefste dunkelheit. die dunkelheit in der ich das licht nicht fand. nie mehr. ich drehe mich. meine haare fliegen und mein kleid schwebt. schwerelos. ein windzug. ein zweiter. der regen. keine sonne. ein wald. diese stille. meine nackten füße spühren den feuchten erdboden. doch ich lächle denn so, jetzt, hier... hier kann mich niemand sehen. niemand sieht wie es mir geht. niemand kann meine gefühle verstehen. und niemand wird es je. ich komme klar.. oder auch nicht. ich bin so stark. doch immer noch einer der schwächsten. es reicht nicht. nicht heute. nicht jetzt. es wird nicht reichen. nicht so. ich ziehe alles mit mir mit... ich schreie, wie der wind. der wind...das schreien in meinen ohren. und plötzliche stille. ich höre nichts mehr. nicht einmal meine eigenen worte. ich spühre nichts mehr. gefangen in dem moment. zu schwach. ich schreie. wieso hört mich niemand. habe ich es mir so gewünscht? wo sind denn alle? wo sind alle die träume und ziele? ich falle in trance. meine hand liegt am boden. ich öffne sie. meine beine sind schwer. ich kann sie nicht bewegen. meine augen fallen zu doch ich bin noch bei vollem bewusstsein. jemand legt seine hand in meine. legt seinen arm um mich. er trägt mich. ich schaue für einen moment nach oben doch ich bin zu schwach. zu schwach um zu verfolgen was passiert. der wind wird stärker. ich höre wasser und holz. fußschritte. plötzlich sinkt sich sein körper auf den boden. behutsam legt er mich hin. mein kopf auf seine beinen. ich öffne meine augen und sehe wasser. einen see. so wunderschön. jemand hat mich daraus geholt. wie so oft. immer wenn es mir schlecht geht. du bist immer an meiner seite und ich an deiner. ein sonnenstrahl trifft auf mein gesicht. ich schließe die augen und falle in deine arme. ich spühre deine berührungen. ich achte auf nichts anderes. ich fühle mich beschützt. als hätte jemand von den einen moment auf den anderen alles geändert. das leben kann perfekt sein. du allein kannst etwas ändern. es ist nie zuspät für etwas neues.
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